Jerome Riedel wechselte im Sommer von seinem Heimatverein, der LSG Blau-Weiß Großwechsungen, ins Stadion an der Wipper. Von 2021-2023 war er für Ligakonkurrent FSV Wacker 90 Nordhausen aktiv. Wir sprachen mit ihm darüber wieso Bad Frankenhausen eine Option für ihn war, was er sich für die anstehende Rückrunde vorgenommen hat und was er am Verein schätzt.
BW91: Du bist im Sommer von der LSG BW Großwechsungen nach Bad Frankenhausen gewechselt und hattest sicher auch andere Möglichkeiten. Wieso hast du dich letztlich für die Kurstadt entschieden?
Jerome: “Frankenhausen hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Größe im Nordthüringer Kreis entwickelt, was für mich von Anfang an äußerst reizvoll war. Die positiven Gespräche mit dem Trainer und dem Vorstand haben meine Entscheidung schließlich bestärkt. Besonders Erik Schneider hatte einen großen Anteil daran. Wir standen regelmäßig in Kontakt und er hat mich sehr ermutigt diesen Schritt letztendlich zu gehen.
Als ich mir dann selbst ein Bild von der Mannschaft gemacht habe, war ich beeindruckt von der vorhandenen Qualität. Gerade als “noch” junger Spieler ist es für mich eine großartige Chance, mit erfahrenen Jungs wie Chipper (Carsten Kammlott) oder Bietz (Christian Bickel) zusammenzuspielen. Von ihnen kann man unglaublich viel lernen.”
BW91: Du bist jetzt schon ein halbes Jahr im Verein. Wir wurdest du von der Mannschaft aufgenommen und konntest du schon etwas von dem ein oder anderen Spieler mitnehmen?
Jerome: “Das Team hat mich bereits im ersten Training super aufgenommen und ich hatte sofort das Gefühl, angekommen zu sein. Dieses Vertrauen und die schnelle Eingewöhnung sind für mich persönlich enorm wichtig, um meine Leistung auch abrufen zu können. Das hat in den ersten Spielen auch super funktioniert.
Ich versuche auch immer so viel wie möglich von allen erfahrenen Spielern mitzunehmen. Man lernt ja nie aus.”
BW91: Nun steht die Mannschaft derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz, was nach dem Aufstieg im Sommer keine schlechte Ausgangslage ist. Wie schätzt du die Chancen für den Klassenerhalt ein und was setzt du dir persönlich für Ziele?
Jerome: “Ich erwarte eine harte und zähe Rückrunde. In der Hinrunde konnten wir einige Überraschungen schaffen mit denen wohl nur wenige gerechnet haben, genau daran müssen wir anknüpfen. Es ist jedem klar geworden, dass wir in dieser Liga nichts geschenkt bekommen aber gleichzeitig auch jeder Gegner zu schlagen ist, wenn wir als Team unsere Leistung abrufen. Folglich glaube ich sehr selbstbewusst daran, dass wir die Klasse halten. Daran zweifle ich nicht. Persönlich wünsche ich mir vor allem, verletzungsfrei zu bleiben und der Mannschaft bestmöglich zu helfen und vielleicht als Stürmer noch das ein oder andere Tor mehr beizusteuern.”
BW91: Neben der LSG hast du ja bereits Erfahrungen in höheren Spielklasse gemacht und warst auch für den FSV Wacker Nordhausen aktiv. Was ist am Verein in Bad Frankenhausen anders?
Jerome: “Was mir am Verein besonders gefällt ist das familiäre Umfeld. In dieser Größenordnung ist so etwas wohl nur schwer zu finden. Hier wird uns wirklich fast alles ermöglicht, was ich als etwas ganz Besonderes empfinde. Ich glaube Familie Ritter ist öfter auf dem Sportplatz als zuhause und kümmert sich hier um alles, was auch wirklich schon vieles aussagt. Auch der Zusammenhalt im Verein ist mir in meinem ersten halben Jahr deutlich aufgefallen. Das spiegelt sich auch im Team wieder – niemand stellt sich über die anderen, denn wir wissen, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sein können.”
BW91: Nun ging es am Wochenende spontan in einem Testspiel gegen deinen Ex-Club, bei dem wir uns noch einmal recht herzlich für die das kurzfristige Einspringen bedanken. War das Aufeinandertreffen auf deine ehemaligen Teamkollegen für dich etwas Besonderes?
Jerome: “Gegen die alten Jungs zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Es ist nun schon mein zweites Aufeinandertreffen, nur diesmal nicht mit Wacker. Das Gefühl bleibt dennoch ungewohnt vor allem, wenn man am Abend zuvor noch mit zwei von ihnen Fußball geschaut und Dart gespielt hat. Aber das macht es auch ein wenig aus, dass man zwar nicht mehr miteinander spielt, aber immer noch befreundet ist. Das ist mir persönlich unheimlich wichtig.
Das Ergebnis war für mich dabei eher zweitrangig. Viel mehr habe ich den Respekt davor, dass sie trotz zahlreicher Ausfälle angetreten sind und bis zum Schluss gekämpft haben. Das ich im Spiel auch getroffen habe, hat mir auf jeden Fall eine Menge Sprüche im Nachhinein erspart.”
BW91: Wir sagen vielen Dank dafür, dass du dir Zeit für unsere Fragen genommen hast und wünschen dir sowie dem Team einen erfolgreichen Start in die Rückrunde!