Hallo Lennart, deine Familie hatte schon immer großen Bezug zum Frankenhäuser Fußball. Dein Opa, dein Vater und dein Bruder waren hier aktiv und auch du hast hier angefangen. Es ist sicher kein Geheimnis, dass der Verein in den letzten Jahren immer wieder den Kontakt zu dir gesucht hat – nun hat es, aus unserer Sicht, endlich geklappt. Wie hast du die Entwicklung von BW91 wahrgenommen und was war letztlich ausschlaggebend, dass es endlich zurück zum Heimatverein ging?
Lennart: „Hallo, erstmal danke für die Fragen. Ich hab die Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren durchgängig verfolgt und war beeindruckt, wie ihr diesen Verein entwickelt habt. Mein Papa war damals mit Andreas Stern mein erster Jugendtrainer. Da spielte der Verein noch Kyffhäuserliga. Im Endeffekt habe ich mich nach einigen Dingen, die in der letzten Saison passiert sind, dazu entschieden, etwas Neues zu machen. Um ehrlich zu sein, hab ich mir vor der Saison auch Einiges angehört, um die richtige Entscheidung zu treffen, mich letztlich jedoch von meinem Bauchgefühl leiten lassen. Noch dazu ist der Kontakt zu euch ebenfalls nie abgebrochen. Sicherlich spielt da auch mein persönlicher Bezug zum Frankenhäuser Fußball, gerade durch meine Familienangehörigen, die ebenfalls hier gespielt haben, mit rein. Schade nur, dass Gunnar nicht mehr spielt. Mein Opa hat sein Herz für den Fußball in dieser Stadt gegeben – Ich hoffe er ist irgendwie stolz und sieht alles.“
BW91: Du bist im letzten halben Jahr auch schnell zu einer Identifaktionsfigur der Mannschaft geworden, viele Zuschauer haben bereits ein Trikot mit deinem Namen. Wie fühlst sich das an?
Lennart: „Natürlich freut das einen! Es zeigt, dass die Entscheidung im Sommer die Richtige gewesen ist. Am Ende möchte ich jedoch sagen, dass wir als Mannschaft mit den Trainern einfach gut zusammengestellt sind. Wir haben verschiedenste Typen mit unterschiedlichen Charakteren und Qualitäten im Team, das passt einfach und nur dann kann man auch seine Leistung bringen. Ich fühle mich sehr wohl!“
BW91: Nun zum Sportlichen: wie schätzt du die Hinrunde ein?
Lennart: „Ich denke, rückblickend können wir zufrieden auf die sportliche Entwicklung in der Hinrunde blicken. Wir sind mit dem Sieg in Jena gut in die Saison gekommen und haben uns Stück für Stück weiterentwickelt. Besonders sind natürlich die vielen Siege zuhause sowie unser Weiterkommen im Pokalwettbewerb! Ich denke, das ist für den ganzen Verein und die Stadt etwas Besonderes. Auf der anderen Seite hätten wir das ein oder andere Spiel sicher nicht verlieren oder unentschieden spielen müssen. Ich denke, dann könnten wir jetzt noch besser stehen und das muss das Ziel für die Zukunft sein.“
BW91: Mit welchen Zielen gehst du in die kommenden Monate?
Lennart: „Ich freue mich erstmal auf meine Mannschaftskollegen und die Vorbereitung, die hoffentlich sehr hart und intensiv für uns wird. Ich glaube, wir brauchen die „Körner“ für die Rückrunde, in der wir noch einiges vor uns haben werden! In der Liga sich immer weiterentwickeln und Punkte zu sammeln und dann das Halbfinale, was noch ausgelost wird. Da müssen wir alles rausknallen! Ich hoffe außerdem, dass wir es schaffen, künftig noch mehr Zuschauer für unsere Spiele zu begeistern, denn das hat auch der Verein mit allem, was dazu gehört, verdient. Ein Ansatz könnte beispielsweise sein, den Kontakt zu Spielern aus der Jugend zu intensivieren und sie mit ihren Eltern für unsere Spiele zu begeistern. Das stärkt auch den Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Verein. Wenn ich mir zurückerinnere, ist es früher genauso bei uns gewesen! Vielleicht können wir mit einer guten Rückrunde und Pokalhalbfinale den Grundstein legen.“
BW91:Welches war dein bisheriges Highlight?
Lennart: „Als Erstes hab ich an meine Siegtore gegen Fahner Höhe oder im Pokal gegen Jena gedacht. Wenn ich jedoch genauer überlege, war es sicher das Spiel gegen meinen alten Verein aus Nordhausen. Ich konnte wochenlang vor dem Spiel nicht mehr richtig schlafen und hatte unglaublich viele Gedanken im Kopf. Schließlich das Spiel so zu gewinnen und speziell der Moment nach dem Spiel, mit Konni vor den Nordhäuser Anhängern zu stehen und dort applaudiert zu werden sowie die warmen Worte von Max – das war schon was ganz Besonderes!“
BW91: Wir sagen vielen Dank Lennart! Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg im Frankenhäuser Trikot und eine verletzungsfreie Zeit, schön, dass du wieder hier bist!